Schwimmen im kalten Wasser – Vorbereitungen & Tipps

Schwimmen im kalten Wasser – Vorbereitungen & Tipps

Das Schwimmen im freien Gewässer gehört im Frühjahr und Sommer nicht nur bei den Profi-Triathlet:innen zum Training dazu, sondern auch Hobby-Triathlet:innen verlagern ihre Trainingseinheiten immer häufiger in die nahegelegenen Seen. Vor allem im Frühjahr können die Wassertemperaturen aber noch sehr niedrig ausfallen. Für das Schwimmen im kalten Seewasser sollten deshalb einige Dinge beachtet werden. 

Auch wenn die Temperaturen im März und April langsam steigen, brauchen die Seen einige Wochen bis sie sich den Lufttemperaturen angepasst haben. Deshalb solltest du vor dem Schwimmtraining lieber langsam ins kalte Wasser gehen, sodass sich der Körper an die Temperaturen gewöhnen kann. Gib deinem Herz-Kreislauf-System genügend Zeit sich anzupassen. Gewöhne auch dein Gesicht an die Wassertemperatur. Da dein Gesicht beim Kraulen unter Wasser ist, hilft ein Benetzen der Haut vor dem Losschwimmen mit kaltem Wasser.

Ausrüstung

Der wichtigste Bestandteil deiner Ausrüstung ist ein langer Neoprenanzug. Bei Bedarf kann unter dem Neoprenanzug ein zusätzliches Schwimm-Thermoshirt getragen werden, um dich beim Sport im Wasser warm zu halten. Neben dem Neoprenanzug ist eine Neopren-Badekappe wichtiger Begleiter für das Schwimmen im kalten Wasser. Über den Kopf geht nicht nur viel Energie verloren, sondern er kühlt auch schnell aus. Deshalb ist das Tragen einer Badekappe aus Neopren für das Schwimmtraining im Kaltwasser ein unverzichtbarer Schutz. Sollten deine Ohren ebenfalls sehr kälteempfindlich sein, bietet sich das Tragen von Ohrenstöpseln an. Wer zusätzlich einen Kälteschutz für Finger und Füße benötigt, kann Neoprenhandschuhe und Neoprensocken beim Schwimmen tragen. Wichtig bei der Neopren-Ausrüstung ist, dass sie so eng sitzt, dass zwischen Isolationsschicht und Haut nur eine dünne Schicht Wasser passt. Wenn du beim Schwimmen im kalten Wasser mit deinem Neoprenanzug trotzdem stets frierst, kannst du einen Neoprenanzug mit einer höheren Dicke ausprobieren. Jeder Mensch hat ein individuelles Kälte-Wärme-Empfinden.

Grundsätzlich ist das Schwimmen in Neopren wärmend und sehr hilfreich. Der Auftrieb durch das Material unterstützt deine Schwimmleistung. Doch an diese Unterstützung solltest du dich nicht gewöhnen, da bei vielen Triathlon-Wettkämpfen Neopren im Wasser verboten ist. Wenn es die Temperaturen also zulassen, solltest du auf den Neoprenanzug verzichten, um das Gefühl für das Schwimmen ohne Neo nicht zu verlieren. Hinsichtlich Temperatur und Verwendung des Neoprens beim Kaltwasserschwimmen kannst du dir eine Faustformel merken: Die Wassertemperatur gibt die Zeit an, die du ohne Neopren schwimmen kannst. Wenn die Wassertemperatur beispielsweise 15 Grad anzeigt, kannst du 15 Minuten ohne Neoprenanzug im kalten Wasser schwimmen. Mit Neopren kannst du diese Zeit verdoppeln. Im Beispiel ergibt das eine Schwimmzeit von 30 Minuten. 

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